Pizza Report 2018

Wie sieht der Markt für Pizzen aus? Was wird bestellt? Fleisch oder Gemüse, Tiefkühl oder nicht? Der Pizza-Report von Delivery Hero (pizza.de), Nestlé und Dr. Oetker geben interessante Einblicke.

Pizza Salami war in den vergangenen zwölf Monaten die meistgeorderte Pizza des Landes. Dann folgen Pizza Schinken und Pizza Margherita. Pizza Döner und Pizza Gyros zählen ebenfalls zu den Favoriten – und sind damit beliebter als Calzone, Pizza Veggie oder Pizza Mista.

Welche Pizza und welcher Burger werden am meisten bestellt und vor allem wo? pizza.de macht den großen Deutschlandcheck und zeigt die beliebtesten Pizza- und Burger-Bestellungen. Über ein Jahr lang wurden die Lieferungen in jedem Bundesland analysiert. Der Pizza Report 2018 zeigt, dass in Deutschland vor allem fleischliche Klassiker beliebt sind. Dr. Oetker’s Sicht weiter unten.

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Und richtige Veggie-Fans wohnen in der kleinen Gemeinde Kuddewörde in Schleswig-Holstein. Hier wurden deutschlandweit pro Kopf die meisten vegetarischen Pizzen bestellt.

Hessen, Rheinland-Pfälzer, Thüringer, Schleswig-Holsteiner und Hamburger essen am liebsten Klassiker: Pizza Salami ist in diesen Bundesländern der Topseller. Danach folgen Pizza Schinken und Pizza Margherita. Auch in Bremen sehen die ersten drei Plätze so aus. Gemessen an der Einwohnerzahl übertreffen die Bewohner in Hamburg-Mitte dagegen mit ihrem Salami- und Cheeseburger-Konsum alle anderen Orte in Deutschland. Die Niedersachsen stehen auf deftige Pizzen mit viel Fleisch und die Nordrhein-Westfalen finden Döner, Gyros und Prosciutto lecker.

Und die Tiefkühl-Pizza? Das Umsatzvolumen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel für Tiefkühlpizzen sieht aus Sicht von Dr. Oetker ebenso rosig aus. So berichtet Christiane Koßmann, die Abteilungsleiterin fürs Pizza-Marketing bei Dr. Oetker, dass dieses mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr betrage. Der deutsche Markt für TK-Pizza sei damit der größte in Europa für ihr Unternehmen. Innerhalb ihres gesamten Tiefkühlangebots nehmen diese einen Anteil von 20 Prozent ein.

Die Gefrierexperten wissen natürlich genau, welche Geschmäcker gerade im Trend sind und können unmittelbar darauf reagieren. So haben sie herausgefunden, dass die Konsument/innen bei der TK-Pizza gerne das Gefühl haben, dass sie selber backen und dabei sogar ein authentisches Rezept in den Ofen schieben. Das Produkt der Stunde lautet deshalb: La Mia Grande – eingedeutscht heißt das so was wie Meine Großartige. Und das scheint sie deshalb zu sein, weil sie einen dünnen und größeren Boden hat, den man per Hand ausformen kann und sich bei dieser Arbeit also in eine Pizzeria träumen kann. Und damit das Backen noch lebensnaher ist, gibt Dr. Oetker jeder Pizza eine unregelmäßige Form und färbt sie so als seien sie tatsächlich frisch gemacht. Denn in der Pizzeria gleicht auch keine Salami der anderen.

Dr. Oetker glaubt übrigens an die fleischlose Ernährung und hat diesen Trend auch gleich im Pizza-Sortiment aufgegriffen: 3 von 4 TK-Pizzen sind vegetarisch. Ob sie damit richtig liegen? Zumindest attestiert pizza.de im Report der Salami ja das Prädikat Dauerbrenner und er kommt insgesamt eher zu einem fleischigen Schluss.

So siehts auch Nestlé, die Hersteller der Wagner Pizza: Der prägendste Trend ist Wunsch nach Casual Eating, will sagen: essen nach Lust und Laune und Zeit. Die Essgewohnheiten seien unter der Woche immer weniger festgelegt. „Deshalb möchten viele Konsumenten bequeme, kleine, hochwertige und vor allem ursprüngliche Mahlzeiten und Snacks. Am meisten verkauft werden in Deutschland die Sorten Salami und Speciale – also Sorten mit Fleisch“, kommentiert Kristin Kremer die allgemeine Pizza-Lage.

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit – wie immer – zwischen Peperoni und Salami. Und so haben Oetkers vorsichtshalber eine Ristorante Pizza Diavola kreiert. „Eine pikante Peperoni-Salami sorgt in Kombination mit Chilisauce für den besonders herzhaften Geschmack“, so Koßmann.