Foto ©pixelkorn - stock.adobe.com
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Wer will das nicht? Den CO2 Ausstoß reduzieren und wenn möglich ganz eliminieren. Es gibt Unternehmen, die Strom aus kosmischer Strahlung oder Elektrosmog gewinnen und kabellos Geäte versorgen wollen. Dahinter steckt die Neutrinovoltaik, die unter anderem auch von der Neutrino Energy Group getestet wird.

Das Material, mit dem das gelingen soll, besteht aus Nano-Kohlenstoff und Silizium. Damit kann die kinetische Energie des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt werden. Durch Resonanz verstärkt, lassen sich atomare Vibrationen in elektrische Energie transformieren, die dann als Gleichstrom „geerntet“ wird. 

Doch leider wird um diese Technologie derzeit heiß diskutiert. Die einen sind überzeugt, dass Neutrinos eine Wechselwirkung auslösen und zum Beispiel in Nanomaterialien atomare Vibrationen auslösen. Und die anderen nicht.

Prof. R. Strauß argumentiert, dass Deutschland mit einer solchen Haltung den Anschluss zur Spitzenforschung in einem der derzeit bedeutendsten Forschungsthemen verloren würde. Strauß ist Atomphysiker und ehemaliger Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Neutrino Energy Group.

Mit seiner zuversichtlichen Haltung ist er nicht allein. Auch die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich glaubt an die Technologie. Vanessa Wood, Professorin an der ETH, sagt, dass es möglich sei, nanoskalige Materialien herzustellen, die atomare Schwingungen verstärken würden.

Etwas zum Hintergrund

Neutrinos sind energetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen. Mit der sogenannten Neutrinovoltaic-Technologie lässt sich jederzeit und überall ein Teil dieser Energie aus der unendlich verfügbaren, kosmischen und solaren Strahlung gewinnen.

Befürworter wie Prof. Strauß und Prof.Wood glauben, dass in Zukunft jedes Elektrogerät mit Strom aus dieser Neutrinovoltaik betrieben werden könne. Das gelte sogar für E-Autos. Und so werde derzeit an einem E-Auto mit Neutrinovoltaik-Technologie gebastelt. Auch Kraftwerksanlagen könnten so obsolet werden.

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