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In deutschen Notaufnahmen geht es laut einer Untersuchung der Hochschule Fulda rabiat zu. Vor allem verbale Gewalt hat fast jede-r, die dort arbeitet, in den vergangenen zwölf Monaten erfahren. Körperlich sind fast 80 Prozent schon einmal gewalttätig angegangen worden. Ein Großteil der dort Arbeitenden bezeichnet es mittlerweile sogar als normal, in Notaufnahmen Gewalt gegen die eigene Person zu erleben.

Warum ist das so? Hauptauslöser sind Alkohol oder Drogen, aber auch lange Wartezeiten schürten die Gewaltbereitschaft der Patienten-innen. Einige sind auch nur unzufrieden mit der Versorgung oder werden aggressiv, weil sie Verständigungsprobleme haben.

Margit Christiansen und Gamze Güzel-Freudenstein, die Initiatoren der Untersuchung, schlussfolgern aus diesen ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie zu Gewaltereignissen gegenüber Beschäftigten in der Notaufnahme: „Mit Blick auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten in Notaufnahmen besteht ein dringender Bedarf, spezifische Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu etablieren, das zeigen die Daten ganz deutlich.“

Die genauen Zahlen finden sich hier sowie weitere Details zur Motivation der Studie.

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