Verdummen - Foto ©lensw0rld - stock.adobe.com
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Massive globale Zunahmen der IQ-Testleistung in der Allgemeinbevölkerung haben in den letzten Jahrzehnten hohes Forschungsinteresse ausgelöst. Dieser „Flynn Effekt“ zeigte sich über den größten Teil des 20. Jahrhunderts und wird hauptsächlich auf perinatal verbesserte Ernährung, längere und bessere Bildung, medizinische Versorgung und sogenannte soziale Multiplikatoren zurückgeführt.

Jetzt gibt es Hinweise, dass sich dieser Effekt global verlangsamt beziehungsweise stagniert. Bisherige Erklärungsversuche dazu stimmen aber nicht. Das haben die Psychologen Jakob Pietschnig, Martin Voracek und Georg Gittler von der Universität Wien jetzt gezeigt.

Die Gründe für diese Verdummung dürften nach der Ansicht der Forscher vielmehr auf den differenzierten Zusammenhängen mit spezifischen und allgemeinen kognitiven Fähigkeiten beruhen. Das heißt, dass steigende Fähigkeitsspezialisierung zu Anstiegen der Bevölkerungsintelligenz geführt haben, während allgemeine kognitive Fähigkeiten in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend unverändert blieben.

Ergo: Die beobachteten IQ-Testleistungsabnahmen seien ein Ausdruck der geänderten Anforderungen der Umwelt an unsere kognitiven Fähigkeiten.

Publikation in „Politische Psychologie“:
Pietschnig, J., Voracek, M., & Gittler, G. (2018). Is the Flynn effect related to migration? Meta-analytic evidence for correlates of stagnation and reversal of generational IQ test score changes. 2018, Vol. 6(2) 267-283.

Hier finden sich Tipps, wie man sich gut ernähren kann, um vielleicht für sich selbst einen Intelligenzboostereffekt zu generieren.