Bekleidungsindustrie

Fair Wear Foundation (FWF) und das Bündnis für nachhaltige Textilien werden zusammenarbeiten. Ihr Ziel: faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne in den Produktionsländern zu sichern. Außerdem wollen sie erreichen, dass Arbeiter/innen sich beschweren können und ggf. schnell Abhilfe geschaffen wird. Eine Mammutaufgabe?

„Die Zahlung existenzsichernder Löhne und der Zugang zu effektiven Beschwerdemechanismen gehören zu den größten Herausforderungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Beide Themen hat das Textilbündnis in diesem Jahr priorisiert. Durch die Kooperation mit Fair Wear Foundation können wir die Erfahrungen beider Initiativen nutzen und bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen eine größere Hebelwirkung erzielen.“ (Dr. Jürgen Janssen vom Bündnis für nachhaltige Textilien)

Zur Förderung der Zahlung existenzsichernder Löhne werden die Mitglieder trainiert. Hier sollen sie mit den örtlichen Einkaufspraktiken vertraut gemacht werden, um ihre eigenen zu reflektieren.

Darüber hinaus werden in den Produktionsländern auch die Lieferanten geschult. So können auch sie ihre eigenen Produktionsprozesse optimieren und die Preisgestaltung verbessern. Das seien wichtige Bausteine, um überhaupt höhere Löhne zahlen zu können.

Wer sind die beiden Partner? Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Standardorganisationen sowie der Bundesregierung. Die Akteure haben sich 2014 zusammengeschlossen, um gemeinsam Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette durchzusetzen. Hierzu haben sie ambitionierte soziale und ökologische Ziele vereinbart.

„Die Arbeitsbedingungen für Menschen in der Textilindustrie zu verbessern ist ein ambitioniertes Ziel, das wir nicht allein erreichen können. Indem wir uns mit dem Bündnis für nachhaltige Textilien gemeinsam engagieren, können wir mit vereinten Kräften viel wirksamer Veränderungen durchsetzen.“ (Alexander Kohnstamm von Fair Wear Foundation)

Es sei möglich, so FWF, Kleidung auf faire Art und Weise herzustellen. Das setze aber voraus, dass man sich für das Recht der Arbeiter/innen auf sicherere, menschenwürdige und angemessen bezahlte Arbeit einsetze. Die Non-Profit-Organisation kooperiert mit Markenherstellern und unterstützt Arbeiter/innen dabei, Probleme zu bewältigen, die andere für unlösbar halten.