Erdüberlastungstag ist am 1. August 2018

Wenn alle so weitermachen wie bisher, brauchen wir mehr als einen Planeten. „Statt der Natur Zeit zur Regeneration zu geben, pressen wir unsere Erde aus wie eine Zitrone“, sagt Kira Heinemann von der BUNDjugend. Diese Worte spricht sie vor dem globalen Erdüberlastungstag. Der war am 1. August. Einen Tag früher als im vergangenen Jahr. Der Erdüberlastungstag beschreibt den Zeitpunkt im Jahr, an dem die natürlichen Ressourcen in so großem Umfang verbraucht sind und sich in der verbleibenden Zeit des Jahres nicht mehr regenerieren können.

Lidl für Tierwohl (Erdüberlastungstag)Die Gründe für die Erdüberlastung kennt fast jeder. Da wären die industrielle Landwirtschaft genauso zu nennen wie die hohen CO2-Emissionen. Laut Germanwatch trage Deutschland eine herausragende Verantwortung zur enorm großen Erdüberlastung. Kohleausstieg, die Verkehrs- und Wärmewende und eine Umstrukturierung der Landwirtschaft böten einen Ausweg.

Weiterführende Links: Lidl für Tierwohl?

Lena Michelsen (Entwicklungspolitische INKOTA-netzwerk) kommentiert: „Seit der Fusion von Bayer und Monsanto haben nun der größte und der viertgrößte Agrarkonzern der Welt ihren Hauptsitz in Deutschland. Unternehmen wie Bayer und BASF, die mit ihrer Wirtschaftsweise unseren Planeten am stärksten belasten, müssen in besonderer Weise in die Pflicht genommen werden.“

INKOTA hatte zu einer Aktion am 1. August in Berlin eingeladen. Hier gibt es einige Links: sat1 und rbb24 . Lena Michelsen: „Viele Passantinnen sind auf unsere Aktion aufmerksam geworden und wollten wissen, was wir hier machen. Wir haben das komplexe Thema des übermäßigen Ressourcenverbrauchs verständlich gemacht.“

Lena Michelsen kommentiert Erdüberlastungstag
Lena Michelsen

Appell von FairBindung: Unendliches Wirtschaftswachstum ließe sich nicht vom Ressourcenverbrauch entkoppeln. Durch die Auslagerung der Produktion in andere Länder würden die Kosten unserer ressourcenintensiven Lebensweise auf den globalen Süden abgewälzt.

 

 

Hintergrundinformationen zum globalen Erdüberlastungstag

Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung erreicht ist (Earth Overshoot Day). Dabei werden zwei rechnerische Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen, zum anderen der Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Fischgründen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise verbrauchen. Um ihren Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung rechnerisch 1,7 Planeten. Würden alle Länder so haushalten wie Deutschland, wären drei Erden nötig. Bei einer Lebensweise wie in China bräuchte die Weltbevölkerung 2,2 Erden; würden alle Menschen so wirtschaften wie in den USA bräuchten sie fünf Erden.

Kontakt
Lena Michelsen
Mobil: 0157 71 54 80 63,
E-Mail: michelsen@inkota.de

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