Entflammt - Foto©malp - stock.adobe.com
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In die Kritik ist eine einseitige Sicht auf die Elektromobilität geraten als alleiniges Mittel gegen zuviel CO2 in unserer Atmosphäre. Sie leistet zwar einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der umwelt- und klimapolitischen Ziele des Pariser Übereinkommens, aber nicht nur! 

Denn aus Sicht des VDI und des VDE konzentriert sich die jetzige Diskussion zu sehr nur auf Batteriefahrzeuge. Diese alleine genügen aber nicht, um die energie- und umweltpolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Deshalb haben Sie eine – wie sollte es auch anders sein- Studie angefertigt: „Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeuge“.

Die Studie zeigt, dass brennstoffzellenbasierte Elektromobilität weitaus einfacher umzusetzen ist als reine Elektromobile. Die Diskussion um die Brennstoffzelle als weitere Komponente bei der CO2-Reduzierung ist demnach entflammt. Auch Professor Birgit Scheppat von der Hochschule Rhein am Labor für Wasserstofftechnologie begrüßt diese Entwicklung und diese wichtige Sicht auf die Brennstoffzellen. Ein Interview mit ihr folgt.

Vorteil Brennstoffzelle – Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) haben gegenüber Batteriefahrzeugen (BEV) mehreren Vorteile: Sie erzielen erheblich leichter und kosteneffizienter große Reichweiten, ihre Betankungszeiten sind mit dem heutigen Standard für Benzin oder Diesel vergleichbar und wesentlich höhere Nutzlasten sind möglich.

Die Wasserstofftechnologie ist auch leichter umzusetzen, da vorhandene Strukturen genutzt werden können und bestehende Tankstellen sich entsprechend erweitern lassen. Die Infrastrukturinvestitionen sind für BEV bei einer geringen Marktdurchdringung zwar geringer als für FCEV. Aber das Bild dreht sich bei einer größeren Marktdurchdringung. Daher könnte eine Mischung beider Systeme – BEV für die kürzeren Strecken und FCEV für Langstrecken – ein Kostenoptimum ergeben, so die Studienergebnisse.

Kritisch analysieren

Die gewünschte Reduktion der CO2-Emissionen wird jedoch nur erzielt, wenn der Strom für das Laden der Batterie und die Produktion des Wasserstoffs aus regenerativen Quellen stammt. Prof. Dr. Angelika Heinzel vom Zentrum für Brennstoffzellen Technik in Duisburg und ebenfalls Mitautorin der VDI/VDE-Studie: „Zudem ist es relevant, wie die Rohstoffe gewonnen und die Batterien und Brennstoffzellen hergestellt werden. Sorgfältige Analysen des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen im gesamten Lebenszyklus und eine Erhöhung der Recyclingquote sind ebenfalls unabdingbar. Beide Technologien benötigen Rohstoffe, die nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.“

Mehr zum Thema CO2 liest man hier.

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