Die deutschen Autobauer setzen bei der Entwicklung von Elektro-Fahrzeugen und autonomen Fahren auf den riesigen chinesischen Markt.

Allein Volkswagen will dort zusammen mit dem Partner FAW und anderen chinesischen Unternehmen bis 2022 insgesamt 15 Milliarden Euro in diese Zukunftsthemen und deren Erforschung stecken, wie der Wolfsburger Konzern am Dienstag mitteilte. BMW baut künftig mit dem Autobauer Great Wall Elektroautos in China. Ministerpräsident Li Keqiang sicherte den Autobauern am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Deutschland die Sicherheit ihrer Daten und Technologien zu. “Wir wollen eine Win-Win-Situationen erzeugen”, sagte er. Zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel informierte er sich über die Fortschritte deutscher Autobauer beim autonomen Fahren. Auf dem stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof drehten sie eine Runde in einem automatisieren Fahrzeug aus deutsch-chinesischer Entwicklung. “Wir haben beide auch eine kleine Fahrt gemacht, sind auch gut wieder angekommen,” sagte Merkel.

NEUE PARTNERSCHAFTEN

Anlässlich des Staatsbesuchs vereinbarten eine ganze Reihe von Unternehmen strategische Partnerschaften und Investitionen in China. Allein Volkswagen peilt mit seiner Elektro-Offensive 2025 einen Absatz von 1,5 Millionen Fahrzeugen mit reinen Elektro- oder Hybridantrieben in China an. Für VW ist das Land ebenso wie für BMW und andere Autobauer der größte Einzelmarkt. “Durch den Ausbau von Partnerschaften möchte der Volkswagen-Konzern seine Position im wichtigen chinesischen Markt stärken”, erklärte Vorstandschef Herbert Diess. In den nächsten sieben bis acht Jahren sollen 40 neue, lokal produzierte Elektro- oder Hybrid-Modelle der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und aus dem Joint Venture mit dem chinesischen Elektro-Auto-Partner JAC auf den Markt gebracht werden.

Quelle Reuters