Erwin Isenberg: Stift Keppel; Selbstverlag Münster 1996 
28 Seiten; ISSN: 0930-3952
Hilchenbach ist ein Städtchen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Umgeben von Wiesen und Wäldern liegt Stift Keppel ganz in seiner Nähe. Die Geschichte des Prämonstatenserinnenklosters reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück.
Dies ist Heft 80 der Schriftenreihe „Westfälische Kunststätten“. Reichlich mit Schwarzweiß- und Farbbildern versehen beschreibt das Heft Stiftskirche, Konventsaal und Profangebäude.
Historische Daten werden hier genauso geboten wie eine Beschreibung von Innenausstattung und Architektur. Die Beschreibungen sind kunstgeschichtlich, sachlich und faktenorientiert angelegt. Das Heft entspricht dem gewohnten Niveau dieser Schriftenreihe.
Ein paar Hintergrundinformationen

Westfälische Kunststätten ist der Name einer Kunstführer-Reihe. Als Vorbild diente die vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz begründete Reihe Rheinische Kunststätten; von ihr übernahm  man auch  Format und Aufmachung. Das erste Heft erschien 1977. Alle Hefte weisen ein Format von 15 × 21 cm auf und sind mit zahlreichen Bildern, Lageplänen und Grundrissen ausgestattet. Zumeist von Kunsthistorikern, Denkmalpflegern oder anderen fachkundigen Autoren verfasst, beschreiben die Hefte  in erster Linie historischen Bauwerken wie Kirchen und Klöstern, Burgen und Schlössern, aber auch einzelnen Ortschaften.

Eine kurze Geschichte

Herr Abt? Ja, Bruder Finanzverwalter? Ich habe eine schlechte Nachricht. Und die wäre? Wir sind pleite. Wir haben noch genau 2,95 Pfennig in unseren Schatullen. Wie kommt das?

Gestehe, Bruder Finanzverwalter, du warst wieder sündig. Du warst gefräßig und hast nicht nur bei den gemeinsamen Mahlzeiten, sondern auch in dieser privaten Klausur geschlemmt. Ich hatte Mitlied mit unseren darbenden Handwerkern, insbesondere den Steinmetzen, Malern, Schnitzern und Glaskünstlern. Ich habe ihnen über Gebühr Aufträge zugeschanzt. Und wie wirst du unsere Kassen wieder füllen, Bruder Finanzverwalter?

Ich habe einen Laden eröffnet, in dem wir diese Kirchenkunst verkaufen werden, und sei sie auch noch so kitschig. Für eine Sache brauche ich noch deine Erlaubnis, Ehrwürdiger Vater. Und die wäre? Ich habe da einige Plattenverträge abgeschlossen. Jetzt unterbrich mich nicht, Diethard, und leihe mir einfach nur den Bruder Organisten aus.
Seit diesen Tagen sind die Kassen des Stifts wieder reichlich gefüllt. Orgelkonzerte und andere kirchenmusikalische  Veranstaltungen finden regelmäßig statt. Mehrere Komponisten sind von anderen Religionen zum Christentum konvertiert, um in dem Kloster Aufnahme finden zu können. Ob der Abt jetzt zufrieden ist? Wer weiß das schon. Er hat ja keinen Grund mehr, mit dem Bruder Finanzverwalter zu schimpfen…
Sie möchten die Autorin kontaktieren? Um ihre Privatsphäre zu wahren, gerne über hallo@andrealumina.com.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here