Bier in Beeck

Beeck, so heißt ein Stadtteil im Norden von Duisburg. Beeck ist Standort der einzig verbliebenen Brauerei in Duisburg, der Königs-Brauerei. Nun gewinnt Beeck hinzu: Nicht nur ein Grüngürtel und die alljährlich stattfinde Kirmes ziehen Touristen an, sondern bald auch ein Biermuseum.
Der Museumsgründer und -leiter, Baldur Balduins von Grabenhorst-Mähberbin, seines Zeichens Brauer und Mälzer im Hauptberuf beschreibt die Anfänge so: „Ausgangspunkt für die Planung war die Beobachtung, dass es in der Düsseldorfer Altstadt die sprichwörtlich längste Theke der Welt gibt. Duisburg hatte bislang nur ein Weinfest zu bieten. Und das ausgerechnet in der Innenstadt! Für uns Beecker unerreichbar weit weg!“
Das sollte anders werden. Die Brauerei erweiterte kurzerhand ihr Sponsoring-Programm. Jetzt sollte es nicht mehr nur Unternehmensführungen geben, nicht mehr nur Finanzspritzen für Veranstaltungen und Bandenwerbung im Fußball-Stadion. Nein, jetzt hieß es: ein Biermuseum muss her! Zuerst gab es für dieses Vorhaben kleine Werbeveranstaltungen auf dem örtlichen Marktplatz; anfangs mit anderen Getränkeherstellern aus Duisburg und Umgebung, später dann mit welchen vom Niederrhein und aus dem Ruhrgebiet.
Doch die Besucher dieser Veranstaltungen wollten mehr. „Wir wollen mehr als nur Fruchtsäfte und Limonaden trinken!“ Immer mehr Besucher äußerten im Laufe der Zeit diesen Wunsch. „Und das waren keine Leute aus der Trinkerszene,“ erinnert sich Balduin. Schließlich waren es die Politiker aus dem Stadtbezirk, die die Idee für ein Bier-Museum mitbrachten. „Und sie stellten sogar die finanziellen Mittel bereit,“ freut sich der Museumsmann.
Und was gibt es in den Museumsräumlichkeiten zu sehen? Bierflaschen, Gläser, Humpen, Modellbauten von Brauereien u. v. m. Die Museums-Gastronomie bietet die Möglichkeit zu Bierproben. Im daneben gelegenen Laden kann der Besucher dann Bier seiner Wahl mitnehmen. „Leute mit einem Alkoholproblem sind von einem Besuch allerdings ausgeschlossen. Dies geschieht in Absprache mit den Krankenkassen und der Selbsthilfe,“ ist von Baldur Balduin zu hören.
Sie möchten die Autorin kontaktieren? Um ihre Privatsphäre zu wahren, gerne über hallo@andrealumina.com.

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